Ich wollt‘ ich wär‘ ein Huhn …

Das Hühnermobil gibt den Tieren die Möglichkeit zu leben wie es ihrer Natur und ihren Bedürfnissen entspricht.

Was macht das Leben ein bisschen besser? Schöner? Gerechter? Umweltfreundlicher? Vielleicht denken wir oft, „die da oben“ müssen es regeln. Ich alleine kann nichts ändern. Die Mächtigen in Politik und Wirtschaft können etwas ändern. Die „kleine Frau“ oder der „kleine Mann“ nicht.

Ich war vor einigen Monaten in Niedersachsen unterwegs. Auf dem Lande.

Ich war Gast in einem kleinen Kloster, ich wollte Ruhe und bin viel spazieren gegangen. Ich habe in einem Dorf ein Schild gesehen: „Hier gibt es Eier vom Huhn auf der Weide.“ Kühe oder Schafe auf der Weide kenne ich. Aber Hühner?

Ich war neugierig. Ich habe gesehen: die Weide für die Hühner stand nur ein paar hundert Meter entfernt. Ich habe mir das angesehen.

Auf der Wiese stand ein großes Fahrzeug. Etwa so groß, wie ein kleiner Omnibus oder ein großer Bauwagen. Ein Hühnerstall auf Rädern. Die Hühner – ich habe sie nicht gezählt – liefen über die Wiese und pickten im Gras. Ich habe sofort gesehen, diesen Hühnern geht es sehr gut. Sogar vier Hähne habe ich gesehen. Unter dem Wagen war eine kleine Leiter in das „Hühner-Mobil“. Dort hinein gingen die Hühner zum Eierlegen und Schlafen.

Wenn die Hühner viel Gras von der Wiese gefressen haben, wird der Hühnerstall auf Rädern einfach auf eine andere Wiese gefahren.

Und die Hühner können wieder den ganzen Tag frei mit viel Platz herumlaufen… Toll! So eine einfache Idee!

Wenn wir im Supermarkt Eier kaufen, versuchen wir oft zu verstehen: was kaufe ich da? Ist es Tierquälerei, wie die Hühner gehalten werden?

Seit fast 10 Jahren gibt es in Deutschland keine Legebatterien mehr, wo Hühner sich fast nicht bewegen konnten. Jedes Huhn hatte nicht mehr Platz als ein DIN-A4-Blatt. Später gab es „Kleingruppenhaltung“ für Legehennen.

Auch das war nicht besonders tierfreundlich: nur wenig mehr Platz!

Was passiert, wenn die Hühner zu wenig Platz haben? Ihre natürlichen Bedürfnisse, auf dem Boden Kratzen, das Gefieder putzen, mit den Flügeln schlagen usw., werden nicht erfüllt.

Es kommt zu Stress – die Hühner können sich gegenseitig mit dem Schnabel hacken oder erdrücken. Krankheiten verbreiten sich leichter. Die Hühner stehen auf dem eigenen Kot.

In der Freiheit sind Hühner Vögel, die gerne gemeinsam, gesellig leben.

Ungefähr 20 Hühner leben meistens mit einem Hahn zusammen. Am Tag suchen sie sich Futter, und zum Schlafen suchen sie sich einen etwas höher gelegenen geschützten Ort.

„Bodenhaltung“ – „Kleingruppenhaltung“ … – es ist schwierig, genau zu verstehen: welches ist eine gute Art, Hühner zu halten, die Eier legen sollen.

Wenn ich im Supermarkt die Packungen vergleiche, verstehe ich oft nicht, welche Eier sind von „glücklichen Hühnern“? Aber, ich denke, es ist gut, darauf zu achten – Hühner sind geliebte Geschöpfe Gottes.

Ich war begeistert, als ich das „Hühner-Mobil“ in Niedersachsen gesehen habe. Genial! Ich denke, die Hühner leben da so, wie es ihrer Natur und ihren Bedürfnissen entspricht.

Eine prima Idee – eine Möglichkeit, die Welt ein klein wenig besser zu machen! Manchmal muss man nur mit einer guten Idee und ein bisschen Mut anfangen.

Peter Brinker

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