Gedanken zum Monat Oktober: Greifbarer Segen

Christian Burkhardt ist Seelsorger im Bistum Regensburg.

Liebe Leserinnen und Leser!

Ich schreibe diese Zeilen und blicke dabei aus dem Fenster. Draußen scheint die Sonne. Ein schöner Tag. Ich sehe meinen Birnbaum im Garten. Ich habe ihn letztes Jahr eingepflanzt. Er ist noch klein. Aber er hat schon einige saftige Birnen. Sie sind jetzt gerade reif und ich werde sie morgen ernten.

Ich freue mich schon darauf.

Ich hänge meinen Gedanken nach. Vom Birnbaum mit seinen schönen saftigen Birnen gehen meine Gedanken weiter.

Ich blicke auf meinen Gemüsegarten. So viel Gemüse ist in diesem Jahr wieder gewachsen. Und je länger ich nachdenke, umso mehr stelle ich fest: Ich bin wirklich reich beschenkt worden! Von Gott! Ich sehe seinen Segen mit eigenen Augen. Ja mehr noch! Ich kann seinen Segen mit Händen greifen! Ein Gedanke, der mich fasziniert. Gottes Segen zum Greifen nah!

Ich habe dieses Jahr – wegen der Corona-Krise – wieder mehr und intensiver in meinem Garten gearbeitet. Das hat mir gutgetan. Und ich merke jetzt: es hat auch meinen Blick auf die Welt, meine Sinne wieder neu geschärft für viele Dinge, die ich oft als viel zu selbstverständlich hingenommen habe.

Wie z. B. das Obst und Gemüse, das ich aus meinem Garten ernten kann. Aber nicht nur das. Auch viele andere Dinge gibt es in meinem Leben, die ich wieder neu wertschätzen möchte: meine Familie, Freundschaften, liebe Kolleginnen und Kollegen; meine Gesundheit, auch wenn es manchmal hier und da zwickt; dass ich bisher gut durch die Corona-Krise gekommen bin; dass wir trotz aller Sorgen eigentlich gut und zufrieden leben können; und so vieles mehr.

Gottes Segen auch hier zum Greifen nah! Ich muss es nur sehen und be-greifen!

Und während ich das hier schreibe und je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr spüre ich, wie eine tiefe Dankbarkeit in mir aufsteigt.

Dankbarkeit für so vieles in meinem Leben. Für Kleines und Großes. Für Menschen, Dinge, Worte, Gebärden. Dankbarkeit für Zeichen der Versöhnung, des Friedens, der Gerechtigkeit, der Liebe und der Zuneigung.

Es gibt so vieles, für das ich danken kann – und will. Alles Dinge, die mich spüren lassen: Gottes Segen zum Greifen nah!

Vielleicht steckt hier auch eine ganz tiefe Wurzel unseres Erntedankfestes, das wir im Oktober feiern. Gottes Segen zum Greifen nah! Ja, genau darum geht es beim Erntedankfest.

Ich freue mich schon darauf. Ich möchte es dieses Jahr ganz bewusst feiern.

Ich möchte von Herzen DANKE sagen dafür, dass ich das immer wieder neu erleben darf: Gottes Segen zum Greifen nah!

Das wünsche ich auch Ihnen!

Ihr Pfarrer Christian Burkhardt

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