Erntedank in dieser Zeit

Josef Rothkopf, VKGD-Generalpräses

Meine lieben Freunde!

Am Anfang des Monats Oktober finden überall Erntedankfeiern mit Gottesdienst und anschließender Versammlung statt. Wir schauen mit viel Freude auf die gute Ernte. Stimmt das heute noch?

Wir können heute nicht mehr so unbefangen Erntedank feiern wie früher. Zu sehr ist unsere Erde aus dem Gleichgewicht gekommen, zu sehr ist unsere Erde gefährdet durch mörderische Eingriffe der Menschen.

Papst Franziskus hat in seinem Buch (Enzyklika „Lautatio si“) über seine Sorge um die Erde geschrieben. Er macht sich Sorgen um unsere Welt. Mit unserer Welt stimmt was nicht.

Der Wald stirbt oder wird weiterhin zerstört, Flüsse und Seen sind teils vergiftet, die Luft ungesund, seltene Tiere und Insekten sterben aus. Das kostbare Wasser wird knapp. „Gift“ wird überall in die Natur gestreut bzw. verstreut, damit die Ernte üppige Erträge bringt. Aber das Gift zerstört auf Dauer den Ackerboden und damit den Lebensraum vieler Tiere, vor allem von Insekten.

Wer sich aufmerksam in der Natur bewegt vermisst heute die vielen kleinen Insekten, die früher überall verbreitet waren. Wo sind sie?

Manchen Industrieunternehmen ist es offensichtlich egal, dass die Natur nachhaltig zerstört wird. Hauptsache, ihre Produkte werden gekauft und die Gewinne sprudeln.

Wo bleibt dabei unsere Natur? Wer stellt die wirtschaftliche Frage des Schutzes der Schöpfung?

Gott hat dem Menschen die Erde anvertraut.

Gott sah nach der Schöpfung der Erde: Alles war gut (Gen 1).

Und heute? Können wir noch sehen, dass die Erde das Werk Gottes ist?

Der Mensch hat die Erde nicht erschaffen, sie ist Gottes Schöpfung.

Können wir noch – oder wieder – lernen, Ehrfurcht zu spüren vor der Schönheit und der Würde dieser Erde, auf der wir geboren sind? Wenn wir den Planeten weiter ausbeuten wie bisher, wird es hier äußerst ungemütlich werden.

Wir Christen schauen schon viel zu lange weg. Man denkt: die Politik und die Verantwortlichen in der Industrie machen das alles schon richtig.

Die Supermärkte locken mit ihren gefüllten Regalen und möglichst billigen Lebensmitteln. Die Erfordernisse der Natur – z. B. ökologische Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen – sind anscheinend nicht so wichtig.

Aber das stimmt nicht!

Haben wir nicht die Sorgen des Papstes gelesen (Buch) oder gesehen (Vortrag)?

Wir müssen in unserer Zeit wachsam sein. Was zum Schutz der ausgebeuteten Schöpfung Gottes (= unsere Erde) heute nötig ist, muss getan werden.

Auch wenn das bedeutet persönlich auf manche liebgewonnenen Gewohnheiten verzichten zu müssen.

Seit wachsam…!

Von ganzen Herzen wünscht unser Kath. Verband, dass im Monat Oktober schöne festliche Erntedankfeiern stattfinden, trotz der Einschränkungen durch Corona.

Das meint Eurer Josef Rothkopf, VKGD-Generalpräses

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